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Warendorf 2017 Herbsttreffen FREMO:32
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THEMA: Warendorf 2017 Herbsttreffen FREMO:32

Warendorf 2017 Herbsttreffen FREMO:32 2 Wochen, 1 Tag her #6038

Hallo Forum,

hier folgt der Bericht von Klaus-Gerd Schöler zu unserem Treffen vom 29.09. bis 03.10. 2017:

Nach dem im letzten Jahr das Fremo32-Treffen in Riesa stattfand, war dies Jahr am langen Wochenende der Deutschen Wiedervereinigung in Warendorf wieder Spur1 angesagt. Fremo32-Anhänger kamen aus ganz Deutschland und auch aus den Niederlanden. In zwei durchgehenden Hallen war auf ca. 45 x 15 m eine beachtliche Modul-Anlage aufgebaut worden, wobei diesmal die 1e-Fraktion mit mehr als 20 Modulen dabei war. Anreise, Aufbau und Inbetriebnahme fanden Freitag statt, so dass ab Samstag Betrieb gemacht werden konnte. Aufbau und erste Tests sind mittlerweile eine Routineangelegenheit, wobei der Aufwand für die Planung des Modul-Arrangements und die Erstellung der Fahrpläne erheblich ist.




Insgesamt gab es vier Betriebsstellen mit Aufstell- und Bereitstellungsgleisen, hier begannen oder endeten Züge. Zwischen diesen als Fiddleyards ausgeführten Betriebsstellen verkehrten dann die verschiedenen Züge nach Buchfahrplan.




An der eingleisigen als Hauptbahn ausgelegten Strecke lagen die von Fahrdienstleitern bedienten Bahnhöfe und die unbesetzten Haltepunkte. Im Keilbahnhof Hastenrath führte eine ebenfalls eingleisige Nebenbahnen zur Weser-Umschlagstelle, einer großen Verladestelle, auf der Güter fiktiv auf Binnenschiffe umgeladen wurden. Die Umschlagstelle wird in einem Tunnelbauwerk unterfahren. An die Umschlagstelle schließen sich die Streckenäste zum Bahnhof Kanterstraße und nach Altmühlhof an.




Der Bahnhof Riedlingen bildete den Übergang von Normal- auf 750 mm Schmalspur, hier bestand die Möglichkeit, Güterwagen über eine Umsetzanlage auf Rollböcke aufzusetzen. Reisende Spur-1 Menschen konnten von der Hauptbahn auf die schmalspurige Nebenbahn umzusteigen und umgekehrt. Die Fahrpläne von DB und Schmalspurbahn waren entsprechend aufeinander abgestimmt.




Der minimalistische Bahnhof Harzingerode zeigte überzeugend, dass man mit einem guten Blick für das Vorbild mit wenig Material ein überzeugendes Modell schaffen kann. Auf einer Länge von ca. 250 cm war ein kleiner Bahnhof mit einer Weiche in Modultechnik entstanden, die Weiche bildete den Anschluss eines Freiladegleises. Das Empfangsgebäude bestand aus einem einfachen Holzbau, zur authentischen Wirkung trugen die S49-Gleise mit Holzschwellen bei. Wer an kurzen Fahrzeugen Gefallen hat, der kann mit einem solchen Modulbahnhof bei beschränkten Platzverhältnissen Nebenbahn pur in die eigenen Wände holen und darauf rangieren. Will man dann doch mal mehr Betrieb auf dem Modul haben, nimmt man an einem Treffen wie in Warendorf teil.




Von Samstag bis Dienstag wurde beginnend mit Epoche IIIa und endend mit Epoche VI nach Fahrplan Betrieb gemacht. Hier liegt genau der Unterschied zu anderen Modul-Treffen, der Fremo propagiert einen vorbildorientierten Fahrbetrieb, wo das rollende Material Epochen-rein aufgestellt wird. Erfreulich ist, dass nahezu das gesamte rollende Material gealtert ist und in den durchgestalteten Bahnhöfen oder auf den begrünten Modulen mit 6000 mm Radius authentisch wirkt. Übrigens fährt Fremo32 Fine-Scale, was diese Wirkung noch unterstreicht.




Da die Fremo-Treffen aus versicherungstechnischen Gründen private Veranstaltungen sind, müssen sich Gäste vorher anmelden. Wie in den Jahren vorher gab es etliche gemeldete Besucher, diese durften auch eine Dienstschicht aktiv miterleben, was zu aha-Erlebnissen führte, die mancher auch auf seine Heimanlage mitnehmen wird.




Neulinge taten sich mit Personenzügen oder Durchgangsgüterzügen leichter, hier war der Fahrplan einziges direktives Element, sieht man von der zu beachtenden Signalsicherung und Fahrdienstleiteranweisungen ab,




Hingegen hatten es gerade die Nahgüterzüge wegen der vielen Rangiertätigkeiten in sich. Auch diese wurden streng nach Fahrplan gefahren, Lok- und Zugführer sind das Dienstteam, sie hatten die Wagenkarten mit den Frachtaufgebern und Empfängern mit dabei. Am Startbahnhof ging es meist pünktlich los, es sei denn, die Strecke war belegt. Am ersten Zwischenhalt zeigte es sich dann, wie gut Fahrdienstleiter und Lok- und Zugführer zusammenarbeiteten. Besonders gefordert wurden Nahgüterzüge an Bahnhöfen ohne stationierte Rangierlok, hier musste die Zuglok die ganzen Rangierarbeiten übernehmen. Wer diesen Dienst mitgemacht hat, wird ein wenig Verständnis für die DB haben, die den Einzelladungsverkehr eigentlich nicht will und Ganzzüge vorzieht.

Den Dienstmannschaften hatten aber gerade diese Rangieraufgaben mit Vorbildcharakter sehr viel Freude bereitet. Einige Fremo32er haben dieses „Spielen“ auf die eigene Anlage übernommen und berichten, dass es dort den Fahrbetrieb deutlich bereichert.




Pausen und die gemeinsamen Abende beim Italiener oder Griechen waren mit Fachsimpeleien ausgefüllt. Das Hosenträger-Team, das das S49-Gleissystem fertigt und vertreibt, war mit ein paar Mustern bei der Veranstaltung zugegen, man arbeitet intensiv an der Produktionsaufnahme der 1:190-Weichen, diese sollen bis Ende des Jahres lieferbar sein, danach folgen diese Weichen in 1pur. Martin Meiburg vom Hosenträger-Team hatte auch Teile aus seinem Outbus-Sortiment mit dabei und so konnte man sich für die anstehenden Modulbauarbeiten gleich mit mechanischer Stellwerkstechnik eindecken.




Sabine Bünig färbte am Samstag das Ziegelmauerwerk eines Bahngebäudes ein, wer wollte, konnte die Technik mit Minischwämmchen und gebundenen Pigmenten ausprobieren, eine gute Alternative zu anderen Techniken.




Insgesamt war es für die Fremo32er und die Besucher eine schöne Veranstaltung in einer ruhigen Atmosphäre.



Schöne Grüße von Klaus-Gerd.
Folgende Benutzer bedankten sich: HansTr, JoachimW
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