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Umladen von Frachten
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THEMA: Umladen von Frachten

Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5194

Hallo,

seit einigen Tagen grübele ich über das Umladen von Frachten nach.

Mir selbst ist dieser Vorgang beim FREMO bisher nicht begegnet. (Gegebenenfalls gibt es das aber schon in irgendeiner Form z.B. Schmalspurbahn, Hafenbahn, grenzüberschreitenden Verkehr)

Wenn eine Fracht umgeladen werden soll, müsste dies so auf dem Frachtzettel dargestellt werden, dass man es möglichst nicht übersehen kann.

Daneben müsste aber auch irgendwie der Transport der Fracht geregelt werden!

Ohne Markierung auf dem Frachtzettel würde die Fracht von einem Bahnhof/Schattenbahnhof (Versandbahnhof) zum Übergabebahnhof transportiert werden, dort aufgebockt oder aufgeschemelt und so zum Zielbahnhof weiter transportiert werden.

Mit Markierten Frachtzettel würde die Fracht nur bis zum Übergabebahnhof im Regelspurwagen transportiert werden und dort in einen Schmalspurwagen umgeladen und zum Ziel transportiert werden.

Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt für ausgehende Frachten!

Die Fragen die sich mir nun stellen:

1. Wie sollte das nötige Umladen auf einem Frachtzettel kenntlich gemacht werden?

2. Wo bekomme ich den 2. Wagen her? Wer "beantragt" ihn? Ich, da ich für die Fracht verantwortlich bin oder der Fahrdienstleiter des Übergabebahnhofs, da er für den Bahnhof verantwortlich ist oder sollte es gemeinsam abgesprochen werden oder sollte es gar einen Dispatcher geben?

3. Wenn ich verantwortlich wäre, müsste ich dann für jeden möglichen Übergabebahnhof eigene Frachtzettel (für die entsprechende Leerwagenanforderung vorhalten oder macht es Sinn einem Übergabebahnhof eine eigene Farbe (wie einem Schattenbahnhof) zu geben?

4. Ist ein Übergabebahnhof nicht in der Lage mehrere Schmalspurwagen (Personen- wie Güterwagen) auf Abstellgleisen bis zur nächsten Verwendung vorzuhalten, sollten sie dann von den Gleisen genommen werden (wie beim Schattenbahnhof)? Wenn dem so wäre, ist er dann nicht im Prinzip nicht ein (schmalspuriger) Schattenbahnhof?

Zu 1. hätte ich folgende Idee:

Frachtzettel.png


Der Balken in der Mitte ist sehr markant und von Schattenbahnhofsfarben, Eilfrachten, Wendefrachtzetteln und Mehrfachfrachten gut zu unterscheiden.
Vielleicht gibt es hier aber auch schon eine oder mehrere Lösungen bei anderen Gruppen, die Frachten Umladen!?

Zu den restlichen Punkten bin ich vollkommen überfragt!


Gruß
Joachim

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5200

Ich schreibe hier einfach mal meine Ideen und Gedanken zum Thema Frachten und Umladen auf.
Das Ganze soll frei von Wertung sein und ich hoffe, dass ich niemanden dabei auf den Schlips trete!

Zunächst einmal hoffe ich natürlich, dass die Zahl der Schmalspuranhänger noch weiter wächst und weitere Betriebsstellen- und Streckenmodule hinzukommen.

In der Regel haben Spurwechselbahnhöfe recht weitläufige Gleisanlagen, da das Schmalspurnetz ein in sich geschlossenes System bildet und Wagen (Personen- wie Güterwagen), die gerade nicht gebraucht werden, irgendwo abgestellt werden müssen. (Zum Teil stehen die Wagen auch auf den Bahnhöfen im gesamten Netz verteilt dort wo eben gerade Platz ist.) Auch haben solche Spurwechselbahnhöfe häufig ein BW und eine angegliederte Werkstatt, da hier Züge enden und beginnen und kleinere Reparaturen vor Ort vorgenommen werden. Als Beispiel soll Freital-Hainsberg mit Freital-Potschappel herhalten (siehe Wikipedia).

Beim FREMO bildet ein Schmalspurast im Prinzip ein ganzes Schmalspurnetz ab.

Da es sich hier um ein geschlossenes System handelt, befinden sich in der Regel alle(!) Loks und Wagen immer auf dem Arrangement (es gibt – in der Regel – keinen Schattenbahnhof). Hinzu kommen die von außen zugeführten Wagen der Regelspur (aufgebockt oder aufgeschemelt). Wagen, die gerade nicht gebraucht werden, müssen also irgendwo stehen.

Aufgrund des Frachtaufkommens eines solchen Schmalspurastes, lohnt es sich Gedanken über die Abwicklung zu machen.

Je nach Betriebsstelle gibt es ein mehr oder weniger großes Frachtaufkommen.
Bei zukünftig 3 bis 5 Betriebsstellen und einem durchschnittlichen Frachtaufkommen von 3 Wagen pro Tag pro Betriebsstelle kämen wir auf durchschnittlich 9 bis 15 Frachten pro Tag für die Schmalspur. Diese 9 bis 15 Wagen gehen in das Schmalspurarrangement und kommen auch wieder hinaus, so dass ein Spurwechselbahnhof rund 18 bis 30 Wagen täglich abfertigen muss. Hinzu kommen Frachten, die umgeladen werden, was zu einem zusätzlichen Wagenaufkommen führt, so dass gut 30 bis 50 Wagen abgefertigt werden müssen.

3 Wagen im Durchschnitt pro Betriebsstelle ist dabei sicherlich nicht zu hoch gegriffen! Schmiedeberg zum Beispiel bekommt 5,5 Wagen täglich (inkl. Stückgut und Wagen für den Anschluss Straube - siehe Bahnhofsdatenblätter)

Ein Übergabebahnhof ist also ordentlich gefordert.

In 1:87 ist es so, dass der Schmalspurteil der Spurwechselbahnhöfe zwei- bis viermal so umfangreich ist, wie der Regelspurteil oder mindestens gleich groß. Der Regelspurteil wird hier eher als „notwendiges Übel“ angesehen und dient rein der Zu- und Abfuhr von Frachten.

In 1:32 ist es (bisher ) eher umgekehrt. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Regelspur und die Schmalspur wird „am Rande“ integriert. Logisch! Der Platzbedarf ist immens.

Um nun aber dem Frachtaufkommen gerecht zu werden, müsste eine praktikable Lösung her.

Meine Ideen hierzu wären die Kennzeichnung von Frachten, die nicht aufgebockt oder aufgeschemelt werden sondern umgeladen werden sollen, in der im vorhergehenden Beitrag angesprochenen Form durch einen dicken gut sichtbaren Längsbalken.

2016-11-04-01.png


Außerdem würde ich einem Spurwechselbahnhof eine Farbe zuordnen (z.B. grau), was den Vorteil hat, dass man bei verschiedentlich im Einsatz befindlichen Bahnhöfen nur einen Frachtzettel benötigen würde. Ist kein Spurwechselbahnhof im Arrangement, sondern ein einfacher Schattenbahnhof, gelten die Frachtzettel weiterhin.
(…vielleicht wäre es auch möglich vorhandene oder zukünftige Schattenbahnhöfe mit Gleisen für die Schmalspur oder Dreischienengleisen aus- bzw. nachzurüsten. Auf der einen Seite ist die Regelspur angeschlossen, auf der anderen die Schmalspur. Der Schattenbahnhof wird von zwei Seiten und (mind.) zwei Mann bedient und fungiert als Spurwechselbahnhof. Platzprobleme wären so recht einfach gelöst, allerdings geht so ein wenig der Spaß beim Aufbocken oder -schemeln verloren!)

Ein richtiger Bahnhof wie z.B. Kleinberghofen wird im Schmalspurteil als „halber“ Schattenbahnhof (ähnlich wie die WUM) bedient. Loks, Wagen oder ganze Zuggarnituren werden in Kassetten beiseite gestellt und bei Bedarf in das Arrangement integriert. Das Platzproblem wäre gelöst.
Bei Kleinberghofen bestünde auch die Möglichkeit auf der einen Seite das Schmalspurnetz anzuschließen und auf der anderen einen Schattenbahnhof. Der Schattenbahnhof gehört dann noch zu Kleinberghofen. Auch hiermit wäre das Platzproblem gelöst.

Bei den umzuladenden Frachten wäre meine Idee einfach zwei Frachtzettel zu erstellen.
Bei ausgehenden Frachten gebe ich einen im Schattenbahnhof (Regelspur) ab für eine Leerwagenanforderung Regelspur und einen (Wendefrachtzettel) im Übergabebahnhof oder einem anderen Bahnhof, wo gerade der passende Wagen herumsteht (daher bleiben die Felder für den Versender frei).

2016-11-04-03.png

Frachtzettel Regelspur

2016-11-04-02.png

(Wende-)Frachtzettel Schmalspur

Beide Frachtzettel werden im Spurwechselbahnhof in die Frachttasche der Wagenkarte des Regelspurwagens gesteckt.

Durch die Zielkennzeichnung mit einer Farbe (z.B. grau) können die Frachtzettel auch wieder mehrfach verwendet werden.

Bei eingehenden Frachten reicht ein Zettel, wenn der Übergabebahnhof als Quasischattenbahnhof fungiert.
Ansonsten wären wieder zwei Zettel nötig
Einer für die Fracht vom Schattenbahnhof (Regelspur) zum Zielbahnhof und einer als Leerwagenanforderung für die Umladung im Übergabebahnhof, wobei der Versender wieder freibleibt, da der passende Wagen sich irgendwo im Schmalspurnetz tummelt.

2016-11-04-04.png

Die eigentliche Fracht

2016-11-04-05.png

Die Leerwagenanforderung (Schmalspur)

Soweit meine Ideen zu den Frachten.


Gruß
Joachim

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5201

Noch etwas zu den Ladestellen in den Bahnhöfen.

Wie im vorherigen Beitrag ersichtlich sind dort die Ladestellen im Frachtzettel mit einem Buchstaben und einer Farbe gekennzeichnet.

2016-11-04-06.png


Dieses System dient dem besseren Auffinden der Ladestellen für Ortsunkundige. Der Wagen wird auf das Gleis gestellt, welches der Farbe auf dem Frachtzettel entspricht.
Ein entsprechender Plan hängt im Bahnhof aus. (Beispiel)

Gleichzeitig beschrifte ich die Wagenkartenhalter mit dem Namen der Ladestelle und zusätzlich bekommen sie einen entsprechenden Farbhinweis und einen schematischen Plan des Bahnhofs mit Kennzeichnung des Ladestelle.

img_2257.jpg


Soweit erst einmal


Gruß
Joachim

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5205

Super Idee.

Man könnte auch die Rückseite nutzen.
Der Frachtzettel wird also nach dem Entladen umgedreht und dort steht dann, was mit dem Wagen passiert

z.B.

Entladefrist 24 Stunden.
Danach leer zu....

Ein Randproblem.
Ich habe keinen Farbdrucker. Da bin ich sicher nicht der Einzige.

Vielleicht findet sich wer, der die Frachtkarten auf Anfrage der Ladestellenbesitzer/Bahnhofsbesitzer ausdrucken könnte.

Und dann brauchen wir auch noch die passende Fracht.

Ich habe ja immer ein bis zwei Kisten mit Ladegut dabei.
Dazu gibt es noch die Kohleladungen, die einmal in einer zentralen Bastelaktion entstanden sind. Die gibt es aber nur für Villach und Om 12/21, wenn ich mich richtig erinnere.

Viele Grüße

Klaus

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5215

In der Regel gehen die Wagen nach dem Entladen wieder zurück zu einem Schattenbahnhof und nach dem Beladen zum Zielbahnhof (in der darauffolgenden Session, also nach 24 Std.). Das muss, glaube ich, nicht extra vermerkt werden.

Für die passenden Wagen und frachten ist in der Regel auch der Betriebsstellenbesitzer verantwortlich, da ja nur er weiß welche Frachten und hierfür benötigte Wagen anfallen. (Das ist aber reine Theorie!)

Wäre es sinnvoll einen einheitlichen Farbcode für Ladestellen zu verwenden, oder bin und bleibe ich der einzige, der seine Ladestellen farblich kennzeichnet?


Gruß
Joachim

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5222

Moin, Joachim,

bitte unterbewerte nicht die Phantasie Deiner Mitspieler. Wenn ich in meinem Bahnhof einen Wagen mit einer Landmaschine bekomme, rangiere ich diesen an eine passende Rampe. Wenn ich einen Wagen bekomme, der mit etwas Schwerem beladen ist und ich zum entladen einen Kran brauche, rangiere ich den Wagen unter den Bockkran (wenn kein Kran vorhanden ist, muss ich einen Kranwagen besorgen, das erhöht den Spielspaß). Wenn ich einen O-Wagen mit Kohle fürs Bw bekomme, rangiere ich selbigen wohin? Zum Kohlenbansen. Wenn ich einen Wagen und eine Ladung bekomme, die ich nicht entladen kann, schicke ich den Wagen zurück...

Das Ganze gilt natürlich auch fürs Beladen. Alle erforderlichen Daten gibt es ja im Bahnhofsdatenblatt.

Viele Grüße

Michael

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5225

Die farbliche Kennzeichnung der Ladestellen soll, wie weiter oben beschrieben, ortsunkundigen (Tagesgästen, Neulingen usw.) zur besseren Orientierung dienen.
Farben und Symbole sind leichter zu erfassen als reiner Text.


Gruß
Joachim

Aw: Umladen von Frachten 1 Jahr, 10 Monate her #5227

Heute Abend hatte ich mit anderen Schmalspurern (H0e) bezüglich der Umladung von Frachten diskutiert. Das Ergebnis entspricht weitgehend dem oben vorgestellten.

Einen Unterschied gibt es jedoch. Bei H0e gibt es keine Mischung von Frachten die umgeladen werden und Frachten die aufgebockt/aufgeschemelt werden.
Ein Bahnhof oder ein ganzer Ast bekommt entweder Frachten in Regelspur- oder Schmalspurwagen. Dies wird vor einem Treffen bzw. einer Session entsprechend festgelegt.

Die vorgeschlagene Lösung mit der Kennzeichnung der umzuladenden Frachten lässt einen Mischbetrieb zu und ist somit flexibler und vorbildgerechter.


Gruß
Joachim
Letzte Änderung: 1 Jahr, 10 Monate her von JoachimW.
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